Aminosäuren/ Neurotransmitter


  • Glutaminsäure, Asparaginsäure, Gammaaminobuttersäure und Glyzin

  • Glutaminsäure und Asparaginsäure: vermitteln die Erregungsübertragung an exzitatorischen Synapsen

  • GABA fungiert als NT an inhibitorischen Synapsen

  • Glyzin wirkt sowohl exzitatorisch wie auch inhibitorisch

 

Glutamat

  • Anion der Glutaminsäure

  • wichtigster NT an erregenden Synapsen des ZNS

  • dient der Erregungsübertragung von aufsteigenden sensorischen Bahnen auf Neurone versch. Hirnregionen

  • an Lernvorgängen beteiligt

  • Synapsen finden sich vor allem im Telencephalon und im Hippocampus

  • es existieren versch. Glutamt-Rezeptoren, die nach den an ihnen angreifenden Agonisten benannt werden:

    • NMDA (N-Methyl-D-Aspartat)

      • Ca-, Na- und K-Kanäle

      • ist beim Ruhepotential durch Mg blockiert

      • kann nur geöffnet werden, wenn die Zelle vordepolarisiert ist und wenn gleichzeitig Glyzin als Kotransmitter vorhanden ist

      •  die einströmenden Ca-Ionen führen zu einer langandauernden Effizienzsteigerung der Erregungsübertragung

      • Langzeitpotenzierung tritt nur ein, wenn gleichzeitig andere Synapsen am gleichen Neuron aktiviert werden logische Verknüpfung für Lernvorgänge

      • Überstimulation kann zu Zellschädigungen führen (Morbus Alzheimer)

    • AMPA (-Amino-3-hydroxy-5-methyl-isoxazol Propionsäure)

    • Kainat-Rezeptoren

    • 7 metabotrope Rezeptoren

 


Aspartat

  • Anion der Asparaginsäure

  • interagiert mit den gleichen Rezeptoren wie Glutamat (NMDA, AMPA, Kainat)

  • exzitatorische AS (aminosäure)

 

GABA

  • wichtigster NT an hemmenden Synapsen

  • GABAerge Synapsen kommen in den Interneuronen der Basalganglien und in den Axonen der Pukinje-Zellen des Kleinhirns vor

  • 2 Subtypen von GABA-Rezeptoren

    • GABAA

      • Teilstrukturen von Cl-Kanälen

      • werden durch GABA geöffnet

      • hier greifen auch Barbiturate und Benzodiazepine verstärken die inhibitorische Wirkung

    • GABAB

      • öffnen G-Protein vermittelt K-Kanäle und schließen an der präsynaptischen Membran Ca-Kanäle

      • NT-Freisetzung wird gehemmt

 

Glyzin

  • Kotransmitter an erregenden glutamatergen Synapsen

  • im Hirnstamm und im Rückenmark ist es ein NT an hemmenden Synapsen

  • hemmende Wirkung der Renshaw-Zellen und damit die Kontrolle der Willkürmotorik wird durch Glyzin vermittelt

  • glyzinerge Rezeptoren sind Cl-Kanäle

  • Cl-Einstrom führt zu einer Hyperpolarisation

 

Neuropeptide

 

 


  • hier gehören Enkephaline und Tachykinine dazu, die als Transmitter wirken

  • eine Reihe von Peptiden wirken als Kotransmitter


Endorphine

  • Enkephaline, Endorphine, Dynorphine

  • Transmitter die unter anderem der Schmerzkontrolle dienen

  • interagieren mit den Rezeptoren, an denen auch Opiate/Opioide angreifen

  • über diese Opioid-Rezeptoren kann die Schmerzweiterleitung im Rückenmark unterdrückt werden

  • Endorphine sind an der synapt. Übertragung in versch. Hirnregionen und an der Regulation der Darmmotilität beteiligt

Tachykinine

  • Substanz P, Neurokinin A und B

  • wirken als Transmitter an den Synapsen sensorischer Afferenzen

  • Substanz P dient der Erregungsübertragung vom 1. auf das 2. Neuron der Schmerzbahn


Kotransmitter

  • Kotransmitter mit Peptidstruktur, die in großen Vesikeln gespeichert sind, werden häufig zusammen mit den jeweiligen NT ausgeschüttet

  • können die Übertragung dadurch modulieren, indem sie entweder präsynaptisch die NT-Synthese bzw. die –freisetzung beeinflussen

  • oder sie modifizieren an der postsynaptischen Membran

  • derartige Modulatorfunktion besitzen oft auch Peptide, die an hormonalen Regulationen beteiligt sind: Angiotensin II, Somatostatin, TRH, VIP, Neuropeptid Y

Adenosintriphosphat und Adenosin

 


  • ATP ist der wichtigste chem. Energiespeicher und Lieferant

  • Abbauprodukt durch Abspaltung von Phosphatgruppen ist Adenosin

  • beide wirken als Transmitter

  • Wirkungen kommen durch Stimulation von P2 (X oder Y)-Rezeptoren zustande

  • vor allem bei adrenergen Synapsen wird ATP als Kotransmitter freigesetzt

  • ist an der Schmerzperzeption, an der Kontraktion und an der Relaxation der glatten Muskulatur beteiligt

  • Adenosin greift an P1-Rezeptoren (A1-A3-Rezeptoren) an

  • ist an der Regulation der Gehirn-, Koronar- und Nierendurchblutung und am Schlaf-Wach-Rhythmus beteiligt


2.4.13 17:47

Letzte Einträge: Elektrische Synapsen, Erregungsauslösung an Rezeptoren, Reiztransduktion und Erregungsbildung

bisher 0 Kommentar(e)     TrackBack-URL

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)


 Smileys einfügen